Bericht Finale Österreichische Enduro Meisterschaft: Guttaring

Hohe Infektionszahlen gibt es in Kärnten nur bei Ansteckungen mit dem Enduro-Virus. Thomas Pirolts klassischer Offroad-Austragungsort bei Guttaring
glänzte zum Enduro ÖM Finale 2020 trotzdem durch ernst genommene Corona Schutzmaßnahmen, Ausschluss von Zuschauern und auf 100 pro Tag begrenzte Teilnehmerzahlen.

Clevere Teilnehmerbegrenzung, 6 statt 5 Runden und immer wieder Regenschauer. Kernig.

Aber obwohl die Teilnehmerbegrenzung für mehr Bewegungsraum in den Singletrails der Streckenführung sorgte, blieb der von den Enduro
ÖM-Fahrern geforderte Einsatz hoch. 6 anstatt der üblichen 5 Runden waren auf dem anspruchsvollen Guttaring-Territorium zurückzulegen
und immer wieder einsetzende Regenschauer sorgten für Traktionsverhältnisse, die unterwegs keine Langeweile aufkommen ließen.

Bernhard Schöpf muss eine Runde an Walter Feichtinger abgeben. Trotzdem Sieg.

Auch nicht für die Top Piloten an der ÖM Spitze. Der überlegen die ÖM Gesamtwertung anführende KTM-Profi Bernhard Schöpf musste den Bodenverhältnissen
einen Teil seiner manchmal unfassbaren Konstanz in den Sonderprüfungen opfern und seinem in Guttaring stärksten Verfolger, Walter Feichtinger auf
der Walzer KTM, sogar die Bestzeit in Runde 3 knapp abtreten. Die konstantesten SP-Zeiten lieferte Husqvarna Mann Tom Hostinsky. Allerdings reichte der Speed des
Bachner Teamfahrers nicht ganz für eine ernste Bedrohung der Schöpf Bestzeiten. Den möglichen zweiten Rang musste Hostinsky gegen Walter Feichtinger nach
schwereren Fehlern in Runde 4 aufgeben.

Damit ist Bernhard Schöpf mit randvollem Punktekonto Österreichs klarer Enduro Staatsmeister 2020, gefolgt von Hostinsky und Feichtinger.

Schoepf

 

Patrick Riegler holt den Junioren ÖM-Titel. Aber Purgstaller sitzt ihm im Genick.

Patrick Riegler fixierte auf seiner Zauner KTM den Junioren Tagessieg und zugleich den Junioren OEM Titel 2020. Riegler hatte allerdings den jungen steirischen Husqvarna
Fahrer Moritz Purgstaller nur wenige Sekunden hinter sich im Genick und auch Kilian Zierer (KTM) konnte abschnittweise auf Schlagdistanz gehen und sogar die SP-Bestzeit
der Runde 5 auf sein Konto gutschreiben.
 
Den Junioren ÖM-Titel 2020 nimmt Riegler vor Marcel Schnölzer (KTM) und Tom Hecher (Husqvarna)mit.
Enduro ÖM performt 2020 trotz Pandemie. Neue ÖM-Klassen und EU-Internationalisierung 2021.
 
RieglerPatrick Riegler (Junioren Staatsmeister 2020)
 
Die Enduro ÖM hat sich 2020 unter schwierigen Pandemie-Verhältnissen erstaunlich sicher stabilisiert und entwickelt sich in der Saison 2021 nochmals weiter.
Die ÖM Promotoren peilen 9 Meisterschaftsevents mit insgesamt 12 Wertungstagen und zwei neuen Rennformaten ausgetragen nach CrossCountry System an.
Die wichtigsten News: 2021 werden voraussichtlich drei anstatt der bis jetzt zwei Meisterschaftsklassen und die Öffnung für alle Fahrer aus der EU.

 

Bericht 3. Lauf Österreichische Enduro Meisterschaft: Ötscher

Regen verändert vieles. Außer den Sieger: Schöpf.

Der 27jährige Rennpromotor des seit vielen Saisonen außergewöhnlichen Ötscher Enduros, Karl Teufl,
legte erneut eine internationalanspruchsvolle ÖM-Strecke in das Bilderbuchgelände seiner Heimat.

Karl Teufl legt seine anspruchsvollen Luxus-Trails unter den Ötscher. Der Regen besorgt den Rest.

Trotz Schlechtwetterwarnung hatte das Luxus-Event der österreichischen Enduromeisterschaftsserie damit locker die maximal zulässigen Startplätze
aufgefüllt und die Teilnehmer vor Ort mit perfektem Organisationsaufbau, sorgfältigem Catering und sicheren Fahrerlagerverhältnissen zufriedengestellt.
Der entscheidende Bonus des3. ÖM-Laufs: herausforderndeTrails in der phantastischen Ötscherlandschaft, die sonst fürOffroad-Motorradfans nahezu unzugänglich
bleibt.Plötzlich einsetzende starke Regenfälle verschärften die Fahrbedingungen am Rennsonntag allerdings derart dramatisch, dass sich die Rennleitung dazu
entschloss, die Renndistanz um eine Runde auf vier statt der vorgesehenen fünf Umläufe zu kürzen.

Fahrer mit CrossCountry Background müssen kämpfen. Die Rennleitung streicht eine der fünf zu fahrenden Runden.

Eine Entscheidung mit gutem Augenmaß, wie selbst Fahrer aus dem ÖM Spitzenfeld nach Zieleinlauf einräumten. Nicht wenige Fahrer mit vorzugsweise
CrossCountry Background äußerten Zweifel, ob sie überhaupt über die volle 5-Runden Distanz das Ziel gesehen hätten. Etliche Freizeitfahrer des Mittelfeldes
mussten wegen der sehr selektiven nassen Streckenverhältnisse ihren Renneinsatz überhaupt vorzeitig abbrechen.

Bernhard Schöpf packt schon wieder die volle Punkteanzahl ein. Drei SP-Zeiten unter der 6 Minuten Schwelle.

All das verhinderte nicht, dass der ÖM-Führende Bernhard Schöpf auch im schönen Ötscherland die volle Punkteanzahl in seinen Rucksack packen konnte.
Schöpf, der sich im Ziel wie viele Top-Fahrer über seine Fehler auf dem schwierigen Boden ärgerte, blieb mit seiner KTM als einziger in allen gezeiteten
Sonderprüfungen unter der 6-Minuten Schwelle. Sein gefährlichster Gegner, Philipp Schneider aus dem Enduroteam Vorarlberg, hielt sich knapp hinter Schöpf mit
nur 1 bis 4 Sekunden Rückstand auf echter Schlagdistanz.Besonders schwerwiegende Fehler in Runde zwei, die Schneiders Abstand zu Schöpf um fast eine Minute
anwachsen ließen, machten aber die echte Siegchance zunichte.

k Berni SchpfBernhard Schöpf

Phil Schneider macht in der ersten SP Druck. Und Manuel Isopps Sherco springt aufs Podium und durchbricht die KTM/Husqvarna Mauer.

Eine einzige Sherco durchbrach die dichte KTM- und Husqvarna ÖM-Spitze unter dem Ötscher: Manuel Isopp, bei Obereder Motos unter
Vertrag, gelang der Sprungaufs ÖM-Podium und wehrte damit die Angriffe von Walter Feichtinger und Tom Hostinsky erfolgreich ab.
 
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Philipp Schneider

Und wieder: Patrick Riegler siegt in der Junioren Wertung. Schnölzer und Enöckl rutschen in zu viele Fehler.

Mit einer dem Schöpf-Sieg sehr ähnlich souveränen Leistung holte sich auch der Gesamtführende der Juniorenwertung, Patick Riegler auf KTM die volle
Punkteanzahl ab.In der ersten Sonderprüfung um ein Hudertstel hauchdünn vorne, konnte Macel Schnölzer (KTM) in SP1 noch so etwas wie Druck gegen
Riegler aufbauen und auf Fehler des ÖM-Führenden hoffen. In Runde 2 und 3 erwischten die Fahrfehler auf selektivem Boden den Junior aus Werner
Müller’s RacingTeam selbst. Riegler war mit fast einer Minute Vorsprung für Schnölzer praktisch am Horizont verschwunden. Dahinter hielt Sebastian Enöckl auf
der Trialhof-Husqvarna den soliden dritten Rang.
 
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Sebastian Enöckl

ÖM Finale: ÖEC Guttaring im Oktober.

Damit stehen die ÖM-Racer bereits unmittelbare vor dem Meisterschaftsfinale in einer verkürzten, aber dennoch hoch attraktiven Rennsaison. Bernhard Schöpf
und Patrick Riegler sind die Enduro Meisterschaftstitel 2020 kaum noch zu nehmen, wenn sie im Oktober zum Schlussrennen, dem ÖEC Guttaring Enduro, antreten.

 

Bericht  2. Lauf Östrerreichische Enduro Meisterschaft: Pramlehen.


Lettenbichler macht Pace. Hostinsky macht Druck. Schöpf macht Sieg.

Im klassischen Lunzer Enduro-Revier des Pechhacker Forsts staunte die heimische Offroad-Elite angesichts paradiesischer Bodenverhältnisse.
Zum zweiten Lauf der Österreichischen Enduro Meisterschaft konnte der unbeugsame Organisator und Dirigent des Pramlehen ÖEC-Enduro,
Karl Pechhacker, griffige und staubarme Streckenbedingungen liefern, die man gerne träumt, aber selten erlebt.

lettiManuel Lettenbichler



Streckenbedingungen im Pechhacker Forst, die man gerne träumt, aber selten erlebt.

Da selektive anspruchsvolle Rennen derzeit in aller Welt rar gesäät sind, mischte sich mit Mani Lettenbichler (KTM)
ein internationaler Hochkaräter und Weltmeister gern unter die ÖM-Starter, um in der schwierigen Covid-Saison auf Racing-Temperatur zu bleiben.
Lettenbichler verzichtete sportlich darauf, in der ÖM gewertet zu werden.
Allerdings verzichtete er nicht darauf, mit präzisen, kaum von einander abweichenden Sonderprüfungszeiten, jeweils unter sieben Minuten,
den ÖM-Fahrern die Speed-Latte in luftige WM-Höhen zu legen.

SP-Zeiten unter 7 Minuten im Sekunden-Fenster. Schöpf: „Letti beeindruckt.“

„Die Zeiten, die der Letti da vorlegt, sind schon beeindruckend,“ kommentiert der Sieger des ersten ÖM-Laufs Berni Schöpf die Maßarbeit des bayrischen KTM-Werksfahrers
und WESS-Champions in den Pechhacker-Wäldern. Schöpf war selbst nicht ganz locker in die bekannt bissigen Wurzel- und Felsen-Trails von Pramlehen gegangen.
Nach einem Sturz im Qualifying lief Schöpf mit seinem KTM Viertakter nochmals nur wenige Meter nach dem Start in die erste Renn-Sonderprüfung auf Grund: „Deppata Fehler.
Hätt ich mir sparen können.“ Jedenfalls ließ der desperate Tiroler nach dem Ausrutscher, der seine erste Sonderprüfungszeit demoliert hatte,
den Geist aus der Flasche und legte danach Streckenabschnitte und Zeiten auf Lettenbichler WM-Augenhöhe in die Natur. Zwei folgende Sonderprüfungs-Durchgänge
unter sieben Minuten sicherten Bernhard Schöpf den zweiten ÖM-Laufsieg des Jahres und ein volles Punktekonto in der ÖM-Tabelle 2020.

schpfBernhard Schöpf

Durch Schöpf-Fehler hält Hostinsky den Laufsieg in der Hand.

Dabei hatte der Husqvarna-Profi Thomas Hostinsky den Pramlehen-Sieg noch bis in die dritte von vier Runden in der Hand.
Mit zwei auf die Sekunde identischen und radikal schnellen Durchgangszeiten knapp über sieben Minuten machte Hostinsky Druck und es schien eng zu werden für Bernie Schöpf.
Bei derart griffigen, optimalen Bodenverhältnissen nicht unbedingt gegen die Viertakt-Konkurrenz im Vorteil, unterliefen dem Bachner Teamfahrer auf dem Zweitakter in den beiden letzten Runden aber zu schwerwiegende Fehler, um in die Siegentscheidung eingreifen zu können. Hostinsky bringt einen sicheren zweiten Platz aus Pramlehen in den nahen Bachner-Stützpunkt nach Hause.

Florian Reichinger: zuverlässige Exaktheit ist sichere Bank.

Ungefährdet vor Florian Reichinger, der das Tempo von Schöpf und Hostinsky nicht ganz mitging, aber eine sichere Bank blieb,
was zuverlässige Exaktheit in der Sonderprüfung anbelangt. Selbst die heftig vergeigte Schlussrunde konnte Reichingers dritten ÖM-Rang auf der Walzer-KTM
vor Robert Scharl (Tageswertung) und Walter Feichtinger nicht mehr gefährden.

Junioren-Sieger: wieder Patrick Riegler.

Nach seinem Triumph im ersten ÖM Lauf von Rohr/Geb. geht der Rennsieg der Junioren-Klasse an Patrick Riegler (KTM Zauner) vor Marcel Schnölzer (Team Werner Müller KTM)
und Thomas Hecher (iBi Racing Team). Der ebenfalls blutjunge Salzburger Michael Walkner ließ mit einer gewaltigen SP1-Zeit von 6:57 aufhorchen, also Lettenbichler/Schöpf-Liga, fuhr allerdings ohne Wertung.

walknerMichael Walkner


Demnächst: Enduro ÖM in Lackenhof am
Der nächste ÖM-Termin am 29. und 30. August bringt die Enduro-Szene in die nächste Bilderbuch-Landschaft und in anspruchsvolle Enduro-Trails der Region Lackenhof am Ötscher.
Don’t miss it.

 

Bericht Enduro ÖM Rohr im Gebirge (ÖEC Mountain Enduro)

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Schutzlos gegen Benni Schöpf

Über 400 Fahrer im anspruchsvollen Luxus-Gelände rund um das edle Furtner Wirtshaus der weltoffenen NÖ Gemeinde Rohr im Gebirge haben sich nicht geirrt: Die Enduro-ÖM zu Gast im einzigartigen ÖEC Racingkonzept mit Platz für Einsteiger und Genießer, trotzdem höchsten Ansprüchen für echten Spitzensport und vor allem weitläufigen, technisch herzhaften Trails kommt stark aus dem Lockdown zurück.

Bei Prachtbedingungen stellte die 2020er Enduro-ÖM schon in den ersten Austragungsstunden klar, dass hier mitten in Österreich Premiumsport organisiert wird, dessen Ruf weit über die Landesgrenzen hinausreicht und internationale Fahrer aus allen Nachbarstaaten anzieht.

Im bereits vierten „ÖEC Mountain Enduro“ brachte die Enduro-ÖM schon im Qualifying einige Klarstellungen, wie die Rollen in Sachen Offroad-Speed der neu gestarteten Enduro-Saison verteilt werden. Der WM-erfahrene KTM Profi Benni Schöpf ist nicht zu knacken. Jedenfalls noch nicht.

Scharl, Hostinsky, Feichtinger und Schneider: Stark, aber gesucht wird ein Rezept gegen Benni Schöpf.

Im ÖM Rennen über vier Runden mit jeweils deutlich über 14km selektiver Offroad-Streckenführung (für Amateure nur 3 Runden) zeigte Schöpf mit blitzschneller Präzision und kaum von einander abweichenden Durchgangszeiten der absolvierten Sonderprüfungen sein internationales Vollformat.

Benni Schöpf holte den Tagessieg fehlerfrei und klar.

Der internationale Husqvarna Profi mit starkem ISDN- und WM-Background Thomas Hostinsky brachte den zweiten ÖM-Rang ins Bachner-Team nach Hause, musste aber dem Super-Enduro Europameister Robert Scharl aus dem X-Grip Racing Team in der Tageswertung den Vortritt lassen. Der deutsche Husqvarna-Star darf heuer in der ausschließlich Fahrern mit österreichischer Lizenz vorbehaltenen ÖM-Wertung noch nicht punkten. Das soll sich allerdings in der Saison 2021 ändern, in der die hochwertige Enduro-ÖM international ausgetragen werden wird.

Enduro Staatsmeister 2019 Walter Feichtinger (KTM Walzer) behielt seine Titelverteidigung als Dritter der ÖM-Wertung im Visier. Vor dem Vize-Staatsmeister und Trial-Quereinsteiger Phil Schneider (KTM), der als Vierter ÖM-Punkte sammelte und damit die Schlagdistanz für eine spannende Titeljagd 2020 herstellte.

 

Gefahr für Champions und Altmeister? Junior-Sieger Riegler fährt Top-5 Zeiten!

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Mit klar erkennbarer Leistungssteigerung brach der Sieger der Junioren ÖM-Wertung respektlos ins Speedniveau der etablierten werksunterstützten Profis durch. Patrick Riegler aus dem dominanten KTM Zauner Team attackierte das Spitzenfeld mit starken Rundenzeiten und betonierte einen beeindruckenden fünften Gesamtrang im Rohrer Boden ein.

Dahinter die starken Nachwuchs-Talente Sebastian Enöckl (HQV), Kilian Zierer (KTM) und Matthias Buchinger (HQV).

Internationale Top-Performance, Hochspannung, perfekte Organisation und großer Landschaftsgenuss für hunderte Fahrer übersiedeln in die großartigen Trails des Pechhacker Forsts bei Pramlehen/Lunz. Dort wird der nächste Lauf der Enduro-ÖM 2020 im Rahmen des ÖEC am 1. und 2. August gestartet. Don’t miss it.

Text by REITWAGEN Group

 

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Herzlich willkommen auf der Seite der Österreichischen Enduro Staatsmeisterschaft.

2020 rückt die ÖM wieder mehr in Richtung klassischen Enduro Modus, 5 von den insgesamt 5 Rennen werden zusammen mit dem ÖEC veranstaltet. Alle Rennen werden wie in der Vergangenheit nach den Rennmodi der jeweiligen Veranstalter gefahren.  

Alle ÖM Fahrer haben für jedes einzelne Rennen der Meisterschaft einen resevierten Startplatz. Trotzdem muss jeder Fahrer beim jeweiligen Veranstalter seine Nennung abgeben.